Die Narbe Europas: Trailer
Shownotes
Die Donau ist zehn Millionen Jahre alt. Die Grenzen, über die wir in Europa so gerne streiten, keine zweihundert. Und doch erzählen wir die Geschichte dieses Kontinents fast immer in Nationalfarben. Mit Ländern und ihren Herrschern als Hauptprotagonisten.
Aber was, wenn wir versuchen würden, die Geschichte Europas anhand eines Flusses zu begreifen? Eines Flusses wie der Donau? Immerhin stießen alle, die diesen Kontinent geprägt haben, irgendwann auf sie. Kelten, Römer, Awaren, Slawen, Osmanen … alle landeten sie früher oder später an den Ufern der Donau und mussten mit ihr umgehen.
In jedem zweiten Tourismusprospekt von Ulm bis Ruse steht dazu ein Satz wie: „Die Donau ist ein Kulturraum, ein Band, das Europa zusammenhält“. Oder sowas in die Richtung eben …
Das klingt schön. Doch gleichzeitig war dieselbe Donau über Jahrhunderte hinweg auch eine der härtesten Grenzen, die dieser Kontinent je gekannt hat. Nordgrenze des Römischen Reichs. Nordgrenze des Osmanischen Reichs. Frontlinie des Eisernen Vorhangs. Und noch heute ein guter Teil der EU-Außengrenze.
Ich bin diesen Fluss gegen den Strom gefahren – von Fetești im rumänischen Nirgendwo bis in meine Heimat Krems. Dazwischen: zweitausend Kilometer, sieben Länder, sechs Stopps und sechs Folgen. Und in dieser Serie stelle ich mir und euch die Fragen, die mich auf dieser ganzen Reise begleitet haben:
- Hat die Donau Europa nun verbunden oder hat sie es getrennt?
- Wie kann man die Geschichte anhand eines Flusses anders begreifen?
- Und was heißt es für unser Bild von Europa, wenn vielleicht nicht Könige, sondern Geografie entschieden hat, wo die Linien verlaufen?
Das gehen wir gemeinsam an und ich kann schon jetzt sagen: Meine Antworten darauf haben sich unterwegs mehrmals geändert.
Ab 20. Oktober 2026 wöchentlich in Deja-vu Geschichte.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Die Flüsse und Berge unseres Kontinents sind über zehn Millionen Jahre alt.
00:00:06: Die Grenzen, über die wir in Europa so gerne streiten?
00:00:09: Keine Zweihundert!
00:00:11: Und doch erzählen wir die Geschichte dieses Kontinens eben fast immer in Nationalfarben mit Ländern und ihren Herrschern als die Hauptprotagonisten.
00:00:21: Aber was wenn wir versuchen würden die Geschichte Europas anhand eines Flusses zu begreifen?
00:00:27: Eines Flusss wie der Donau?
00:00:56: Mein Name ist Reif, ich bin Historiker und in dieser Geschichte gehen wir an die Wurzeln unserer Welt damit wir sie mit neuen Augen sehen.
00:01:05: Und in zwei Wochen startet hier im Podcast die neue Staffel Die Narbe Europas.
00:01:12: Es soll darin eben um die Donau gehen.
00:01:15: Warum?
00:01:16: Naja immerhin stießen alle die diesen Kontinent irgendwie geprägt haben irgendwann auf diese Donau.
00:01:23: Kälten Römer Erwahren, Slaven, Osmanen – alle landeten sie früher oder später an den Ufern dieses Flusses und mussten mit ihm umgehen.
00:01:35: Und in jedem zweiten Tourismusprospekt, so ziemlich von Ulm bis Russe steht dazu dann ein Satz wie «Die Donau ist ein Kulturraum, ein Band das Europa zusammenhält» oder irgend sowas halt.
00:01:51: Das klingt schön romantisch!
00:01:54: Aber gleichzeitig war genau dieselbe Donau über Jahrhunderte hinweg auch eine der härtesten Grenzen, die dieser Kontinenti gekannt hat.
00:02:03: Nordgrenze des Römischen Reichs, Nordgrenzene des Osmanischen Reiches, Frontlinie im Eisernen Vorhang und noch heute ein guter Teil der EU-Außengrenze.
00:02:14: Ich bin diesen Fluss gegen den Strom hinaufgefahren – von Fetest im rumänischen Nirgendwo bis in meine Heimat Kremns Und dazwischen etwas über zweitausend Kilometer, sieben Länder, sechs Stops und sechs Episoden.
00:02:33: In dieser Serie stelle ich mir und euch die Fragen, die mich auf diese Reise auch schon begleitet haben.
00:02:39: Hat die Donau Europa nun verbunden oder hat es getrennt?
00:02:43: Wie kann man denn überhaupt die Geschichte anhand eines Flusses aufgreifen?
00:02:47: Und was heißt es für unser Bild von Europa an sich, wenn vielleicht nicht Könige sondern Geografie entschieden haben?
00:02:56: Wo am Ende die Linien verlaufen.
00:02:58: Das gehen wir gemeinsam an und zwar ab dem zwanzigsten Oktober!
00:03:03: Ich hoffe du bist dabei und wenn ja dann abonniere den Podcast doch in der App wo du ihn gerade hörst weil dann verpasst du den ersten Teil auch sicher nicht Ja und dann hören wir uns hoffentlich In Die Narbe Europas.
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